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1897 erwarben Otto Gläsel aus Selb und Michael Weber aus Kronach in der Bamberger Straße in Kronach ein Grundstück, worauf sie ein neues Steinschleifergebäude und eine Werkstatt für die Steinmetzen errichten ließen. Anfangs wurden im Granitwerk Kronach 16 Arbeiter und sechs Lehrlinge beschäftigt.

Wurden 1897 die vorhandenen Maschinen noch von einer Dampfmaschine über Transmissionen angetrieben, so modernisierte man bereits 1904 den Antrieb mit einem leistungsfähigen Sauggas-Motor. Im Jahre 1919 erhielt der Betrieb eine elektrische Lichtanlage.

Bereits auf der ersten Gewerbeausstellung in Kronach 1904 präsentierte die Firma ihre kunstvoll gearbeiteten Grabdenkmale. Auf der Landesgewerbe-, Industrie- und Kunstausstellung 1906 in Nürnberg wurde den Arbeiten die Medaille des Prinzregenten Ludwig zuerkannt. Ihr Abbild zierte lange zusammen mit einer in Leipzig errungenen Medaille den Briefkopf der Firma.

Der Mangel an Rohstoffen und Kohlen sorgte nach dem ersten Weltkrieg zunächst für schwierige Zeiten, doch es folgten schließlich weitere Grundstücksankäufe und eine Expansion des Betriebes.

Schon seit den Anfängen führte das Granitwerk Kronach neben hellem Granit aus dem Fichtelgebirge und weißem Marmor den schwarzen schwedischen Granit, der per Bahn nach Kronach kam und noch heute bezogen wird.

Nachdem das Rohmaterial einen beträchtlichen Anteil der Kosten verursachte, vor allem aber, um in Notzeiten nicht von Fremdlieferungen abhängig zu sein, betrieb die Firma von 1933 bis 1948 bei Seibis in Thüringen mehrere Brüche auf Pacht, in denen grüner Diabas abgebaut wurde. Bedingt durch die politische Lage zwischen Ost und West gab das Granitwerk Kronach die Brüche in Seibis auf und verlegte den Abbau von Granit in die Oberpfalz. Der letzte Steinbruch in der Oberpfalz war bis ca. 1965 in Betrieb. Heute bezieht das Granitwerk Kronach sein Rohmaterial aus aller Welt. 30 Prozent der Ware kommt aus Indien, etwa 25 Prozent jeweils aus Skandinavien und Südafrika, 15 Prozent aus Brasilien. Nach wie vor werden aber auch heimische Gesteine verarbeitet.

Seit dem Jahr 1996 wurde konsequent in großem Umfang neu investiert, um das Granitwerk Kronach zukunftsfähig zu machen. So entstand eine neue, zusätzliche 520 m2 große Fertigungshalle. Darin wurden 2 CNC-Konturenseilsägen, 1 Walzenschleifanlage, 1 5-Achsen-CNC-Bearbeitungszentrum und eine große Absauganlage für den Steinmetzbereich neu in Betrieb genommen. Desweiteren wurde 2 CNC-Blockseilsägen, 2 CNC-Brückensägen, 1 Nebenseiten-Schleifanlage und 1 Flächenschleifautomat installiert, um eine kostengünstige Fertigung sicher zu stellen. Dem reibungslosen Versand dient eine 1998 neu errichtete Auslieferungshalle.

Dank steter Anpassung an die neue Technik und dank einer motivierten Belegschaft bewährt sich das mittelständische Unternehmen Granitwerk Kronach – Gläsel & Weber GmbH auch in Zeiten, die manche als krisenhaft bezeichnen, die wir jedoch als Herausforderung und Chance begreifen.

Solides Handwerk, Fleiß und Ausdauer, aber auch menschliche Harmonie waren die Zutaten des tragfähigen Fundaments, auf dem bis heute unser Familienunternehmen steht. Ein Beispiel für gute Partnerschaft, die heute und in Zukunft von Geschäftsführer Michael Weber und der Familie Gläsel lebendig erhalten wird. Aber auch ein gutes Beispiel für die Partnerschaft zu den Kunden, die das Granitwerk Kronach seit über 100 Jahren pflegt.

Mit einer Fülle handwerklicher Erfahrung, mit zeitgemäßer Technik in der Verarbeitung und mit guten Ideen für Form und Ausdruck wird das Granitwerk Kronach auch in Zukunft die Verantwortung für hochqualitative Grabmale übernehmen.